Outdoor-Trends

Outdoor von trendy bis traditionell

Ob Biergarten auf einem schwimmenden Ponton, Beach Club auf einer Halbinsel in Europas größtem Binnenhafen oder traditionsreicher Biergarten unter alten Bäumen im Englischen Garten: Auch in diesem Sommer zieht es die Gäste wieder ins Freie. Wie bereits in den vergangenen Jahren, liegen Freiluft-Lounges und Beach Clubs voll im Trend. Doch auch die traditionellen Biergartenkonzepte und gut durchdachte Außenbereiche von Restaurants erfreuen sich größter Beliebtheit. Kein Wunder, denn immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit im Büro. Da steigt das Bedürfnis, die Freizeit im Freien zu verbringen.

So unterschiedlich die Beispiele für erfolgreiche Konzepte sind, eines haben sie dennoch gemein: Konzeption und Gestaltung ergeben ein stimmiges Gesamtbild, das zur Zielgruppe oder den Zielgruppen passt, und die Organisation klappt reibungslos. Die Gäste wollen heute ein Erlebnis geboten bekommen und sind auf der Suche nach ganz besonderen Locations, wie zum Beispiel dem coolen Beach Club auf dem Dach eines Wolkenkratzers. Je nach Stimmung lassen sie die Seele aber auch unter Schatten spendenden Bäumen im klassischen Biergarten baumeln oder verbringen einen Kurzurlaub am Fluss direkt in der City. Hier muss schon im Vorfeld eine klare Entscheidung getroffen werden, was man bieten kann und will.

Hier einige Beispiele für erfolgreiche, saisonale Außengastronomie, die alle auf ihre Art bestechen:

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Einen ganz traditionellen Weg haben Thomas Böhm und Christian Hoyer, die Betreiber von „Die Hirschau“ in München eingeschlagen. Das Konzept des 1840 gegründeten und 2001 aufwendig um- und neugebauten Ausflugsrestaurants im Englischen Garten setzt auf bodenständige bayrische Gemütlichkeit und Tradition. Der Biergarten unter altem Baumbestand verfügt über 1300 Plätze mit Selbstbedienung, auf denen es auch erlaubt ist, die eigene Brotzeit mitzubringen. Im Restaurant stehen 240 Plätze zur Verfügung und 84 Plätze mit Bedienung auf der Terrasse. Primäre Zielgruppe sind die Münchner, denn Touristen finden den Weg über die Brücke in den Biergarten eher selten. Ein weiterer Schwerpunkt wird in den Tagesstunden auf Familien mit Kindern gesetzt, wie das große, hölzerne Kletterschiff auf dem Spielplatz beweist.

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Konzeptionelles Kontrastprogramm bietet da der szenige „King Kamehameha Beach Club“ auf einer langgezogenen Halbinsel im ehemaligen Offenbacher Hafen mit Blick auf die Skyline von Frankfurt: Umgeben von Wasser laden weiße Strandlandschaften zum Relaxen ein. Auf über 11.000 Quadratmetern Fläche bilden 5000 Tonnen feinster Quarzsand die Grundlage für Urlaubsgefühle inmitten der Großstadtregion Rhein-Main. Sonne, Strand und urbanes Umfeld, entspanntes Ambiente und balearisches Lebensgefühl charakterisieren diese einzigartige Location. Mit dem Beach Club wird der Fluss als Lebensraum neu entdeckt und als Naherholungsangebot für sonnenhungrige Großstädter erweitert. Das Konzept setzt auf die Erfüllung unterschiedlichster Bedürfnisse und generalstabmäßige Planung vom Taxistand vor dem Eingang bis zum Kiosk, der auch Sonnencreme im Angebot hat: Neben einem Beduinenzelt zum Relaxen, Tonöfen, die wohlige Wärme in kühlen Nächten verbreiten, und einem Open-Air-Dancefloor gibt es ein breites Sportangebot mit Beachvolleyballcourts, Fußballplätzen (Kunstrasen) und Wasserski. Das Gelände ist abwechslungsreich und stilvoll gestaltet, und das Konzept sieht eine unterschiedliche Bespielung der Areas je nach Tageszeit vor. Viele Events und Musikveranstaltungen locken die vorrangig angesprochenen Zielgruppen. Dass heute jedoch nichts mehr ohne Kinderspielplatz geht, zeigt sich auch im King Kamehameha Beach Club. Hier locken ein rotes Spielschiff sowie ausreichend Platz für Sandburgenbauer und Piraten die kleinen Besucher.

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In Hannover trifft man sich im Sommer im Waterloo Biergarten. Citynah zwischen Hauptbahnhof und AWD-Arena direkt am Maschsee gelegen, setzt man hier auf ein klassisches Biergartenkonzept mit 1500 Plätzen und Selbstbedienung. An den rundherum angesiedelten Getränke- und Essensausgabestellen geht es international zu. Das Speisenangebot reicht von Grillrippchen, Pizza, bayrischen Spezialitäten, frischen Salaten und Burgern bis zu Gyros. Höhepunkt des Jahres ist hier das größte Schützenfest der Welt. Der Schützenumzug endet traditionell im Waterloo.

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Mit einem außergewöhnlichen Standort lockt auch das „Diebels im Hafen“. Hier im Duisburger Innenhafen hat ein Ponton vor dem neuen Diebels Brauhaus im sogenannten Wehrhahn-Speicher festgemacht. Der erste schwimmende Biergarten bietet 220 Plätze direkt auf dem Wasser vor alter Industriehafenkulisse, die sich mitten im Wandel zum modernen Dienstleistungspark befindet. Bierbegleitende Speisen zu familienfreundlichen Preisen runden den entspannten Kurzurlaub oder den gemütlichen Feierabend ab.

Doch nicht jedes Konzept funktioniert an jedem Ort gleich gut. Faktoren wie die Attraktivität des Standorts, Verkehrsinfrastruktur, behördliche Auflagen und Vorgaben sowie die Größe des Geländes sind wichtige Faktoren, die nicht unterschätzt werden dürfen. Sonderaktionen und Veranstaltungen wie Konzerte wollen organisiert und beworben werden, auch hierfür müssen Etats eingeplant werden. Wenn all diese Grundvoraussetzungen stimmen und das Wetter es gut meint, steht einer erfolgreichen Sommersaison jedoch nichts mehr im Wege.

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Bier ist nicht nur zum Trinken da. Gerichten und Longdrinks verleiht es eine ganz besondere Note.