Von Interbrew und AmBev zu InBev

2004 entstand aus den Unternehmen Interbrew und Companhia de Bebidas das Américas (AmBev) mit InBev der größte Brauereikonzern der Welt.

Interbrew
Die Ursprünge von Interbrew lassen sich bis ins Jahr 1366 zurückverfolgen, zu einer Brauerei mit dem Namen „Den Horen“ mit Sitz in Leuven, eine Stadt außerhalb von Brüssel in Belgien. Im Jahre 1717 übernahm der Braumeister Sebastien Artois die Brauerei und gab ihr seinen Namen.

Interbrew entstand 1987 durch den Zusammenschluss der Artois Brauerei, damals die zweitgrößte Brauerei in Belgien, und den Piedboeuf Brauereien, zu diesem Zeitpunkt die größte Brauerei in Belgien und Hersteller des Bieres „Jupiler“. Beide Brauereien hatten bereits im Vorfeld Mitbewerber übernommen: Artois im Jahre 1952 die Marke Leffe, die Dommelsch Brauerei in den Niederlanden im Jahre 1968 und die französischen Motte Cordonier Brauerei 1970. Die Piedboeuf Brauerei übernahm die belgische Lamot Brauerei vom Bass PLC Konzern im Jahre 1984.

Interbrew setzte die Strategie fort und erwarb andere hochwertige belgische Brauereien, darunter Hoegaarden 1989 und Belle-Vue im Jahr darauf. 1991 begann für Interbrew eine Phase der schnellen Expansion, wobei mehr als 30 Übernahmen und strategische Beteiligungen getätigt wurden. Die bedeutendsten waren Labatt in Kanada, Oriental Breweries in Südkorea, SUN Interbrew in Russland und der Ukraine, Bass Brewers und Whitbread Beer Company in Großbritannien sowie Diebels und Beck & Co in Deutschland. In jüngerer Zeit wurden die Malaysian Lion Group in China, die Apatin Brauerei in Serbien und die Spaten Brauerei (Gabriel Sedlmayr, Spaten-Franziskaner-Bräu KGaA) in Deutschland in den Konzern integriert.

AmBev
Die Wurzeln von Companhia de Bebidas das Américas, kurz AmBev, das 1999 aus einem Zusammenschluss von Brahma und Antartica Beer in Brasilien entstand, reichen bis ins Jahr 1885 zurück. Obwohl Brasilien über den größten Biermarkt in Lateinamerika und den viertgrößten Markt der Welt verfügt, trieb AmBev die Ausweitung nach Argentinien, Venezuela, Uruguay und Paraguay voran und wurde in der Folge auch in Zentralamerika, Peru und der Karibik aktiv.

Mit starken Namen erfolgreich in der deutschen Bierindustrie
Das belgische Brauunternehmen Interbrew übernahm im Jahr 2001 die Brauerei Diebels, kurze Zeit später erfolgte der Kauf der Brauerei Beck & Co. Die beiden Brauereien in Issum (Niederrhein) und in Bremen haben sich im Jahr 2002 zu Interbrew Deutschland formiert. Sie stellten die Basis der Interbrew Organisation in Deutschland dar, zu der seit dem 1. Januar 2003 auch die Gilde Gruppe gehört. Das Unternehmen brachte die Gilde Brauerei in Hannover, das Hofbrauhaus Wolters in Braunschweig und die Hasseröder Brauerei in Wernigerode in die deutsche Interbrew Familie ein. Seit dem 1. Oktober 2004 gehören auch die Spaten-Franziskaner-Löwenbräu-Gruppe (München) und Dinkelacker-Schwaben Bräu (Stuttgart) dazu. Seit dem 1. Juli 2005 firmiert Interbrew Deutschland als InBev Deutschland und schafft durch die Bündelung von Kompetenz und die Erweiterung des Know-how beste Voraussetzungen, um im harten Wettbewerb noch besser bestehen zu können. Dabei werden die Eigenständigkeit der Marken und die Verwurzelung in den jeweiligen Regionen berücksichtigt.
Am 1. Oktober 2006 verkaufte InBev das Hofbräuhaus Wolters an vier ehemalige Manager der Gilde Brauerei, am 2. Januar 2007 folgte der Verkauf der Brauerei Dinkelacker-Schwaben Bräu in Stuttgart – inklusive aller dort traditionell gebrauten Marken – an den früheren Miteigentümer Wolfgang Dinkelacker. InBev und Dinkelacker arbeiten darüber hinaus in enger Partnerschaft in verschiedenen Bereichen, insbesondere der Logistik und dem Vertrieb, zusammen.

InBev
InBev Deutschland verfügt aktuell über ein breites, sich optimal ergänzendes Portfolio – angefangen mit nationalen Pilsmarken, regionalen Bieren über Weiß- und Weizenbiere, Biermischgetränke bis zu verschiedenen Bierspezialitäten. Darin finden sich attraktive, imageträchtige und bekannte, qualitativ hochwertige Marken.

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